Kletterwand:



Wie alles begann:
Ganz einfach, im Urlaub bei der Entdeckung an einer professionellen Kletterwand, fand unsere Kleinste an der Höhe beim Klettern
ihren Spaß - anseilen und einfach hochklettern - und hat da mit professioneller Unterstützung das Anseilen und Klettern gelernt.
Und dann ging's selbst beim einkaufen im Sportgeschäft weiter - bouldern beim einkaufen.

Bild: Lena Zillertal/Aufenfeld:


Bild: Lena Zillertal/Aufenfeld:


Bild: Lena Innsbruck Intersport, Boulderwand:


Bild: Lena Kletterfelsen, Campingplatz:


Bild: Lena Kletterfelsen, Campingplatz:



Die Planung:
Da man daheim nicht mal eben eine 8-10 m hohe Kletterwand baut, gab's hier eine klare Begrenzung auf 2,5 m wie beim Bouldern
üblich. Bei der Planung wurde es dann noch schnell auf 3 m erhöht, damit sich die Kleinste auch anseilen kann - weil das ja
auch Spaß macht!
So begann dann die grobe Planung und die Suche nach einer geeigneten Fläche. Da unser ganzes Haus mit einer Dämmung eingepackt
ist, konnten wir nirgends eine passende Wand für die Montage finden.
Da blieb dann noch das Baumhaus oder aber ein neues Fundament zu erstellen. Fundament schied aus, da der Aufwand und Nutzen
nicht im Verhältnis steht, und bei Nichtgefallen wieder ausgebuddelt werden muss. Am Baumhaus wäre die Fläche zu klein gewesen.
Also an die Garage - mit der Erlaubnis unseres Nachbarn natürlich.

Bild: Baumhaus + Garage




Suche des richtigen Materials für die Wand:
Was nehmen für den Außenbereich? OSB, Pressspan, Sperrholz scheiden für den Außenbereich aus. Dann gibt's da noch die
günstigen Siebdruckerplatten, welche auch an geschnittenen Seiten und gebohrten Löchern wieder versiegelt werden müssen.
Meine Entscheidung viel auf RESOPAL-Platten. Diese sind für den Außenbereich geeignet.
Wieviel und was ist die richtige Größe der Platten für die Verarbeitung?
6 Platten à 2 m x 1,5 m = 12 m² - Wow, das sollte für den Anfang erstmal genügen.
Anordnung der Platten; 4 x 1 m in der Breite =2 m Höhe, plus noch einmal 2 Platten quer darüber = 3 m Höhe insgesamt.

Bild: Skizze (folgt noch)



Die Bestellung:
Als erstes werden natürlich die Klettergriffe bestellt, man muss ja schon ein Gefühl dafür bekommen :-))
Dann sind wir auf die Suche nach den Platten gegangen und haben diese beschafft.
Danach haben wir den ganzen Rest bestellt und besorgt. Einschlagmuttern, Winkel, Konstruktionshölzer etc.

Der Bau beginnt:
Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Kleinsten wurden schon mal die Unterkonstruktionshölzer 2 x gestrichen.
Das hatte auch den ersten Muskelkater in der Hand durch das lange Streichen zu folge.

Bild: Lena streicht die Unterkonstruktion:



Auch Opa hilft mit, bohrt und schraubt die Konstruktion an die Wand (in den Betonsturz).

Bild: Unterkonstruktion:



Die wohl eintönigste Arbeit, das Bohren der Platten. Hierfür wurden von mir ca. 250 Löcher à 12 mm für die Einschlagmuttern
gebohrt; ca. 120 Löcher à 6 mm für die Befestigung der Platten gebohrt;und ca. 1.000 kleine Löcher
(jeweils 4 pro Einschlagmutter) rund um die 12 mm Löcher gebohrt.
Diese letzte Arbeit war nicht geplant. Ursache war die extrem harte RESOPAL-Platte. Normalerweise werden die Einschlagmuttern
- wie der Name schon sagt - eingeschlagen. Leider haben sich hierbei die Einschlagzapfen verbogen und die Mutter hatte keinen
Halt. Also wurden um jedes Loch pro Einschlagmutter noch einmal 4 kleine Löcher für die Zapfen zum leichten Einschlagen gebohrt.
Buh - geschafft alle Löcher drin und die Platten können befestigt werden.
Nicht nur das war ein Nachteil der RESOPAL-Platten. Durch die extreme Härte des Materials verglühten mir die Holzbohrer
(trotz Wasserkühlung) und ich benötigte 3 Stück 12er Holzbohrer.

Bild: Platten vorbereiten:


Bild: Platten bohren:


Bild: Platten bohren - Zusatzlöcher für Einschlagmuttern:


Bild: Platte fertig mit Einschlagmuttern bestückt:



Die Montage der vier unteren Platten ging relativ easy und war schnell erledigt, lediglich der Niveauausgleich dauerte etwas.
Die Montage der ersten Griffe musste natürlich für einen ersten Test sofort stattfinden und konnte nicht auf die
oberen Platten warten. Und es macht auch schon Spaß.

Bild: erste Platt hängt (buh):


Bild: Griffe zum Test montiert
Lena's erstes Bouldern an der eigenen Wand :-)


Die Montage der oberen Platten benötigte etwas mehr Zeit und 2 weitere Helfer, da diese schwer sind und hoch gehalten
werden mussten.

Bild: alle Platten dran - geschafft:



Ich denke, das Resultat der Arbeit kann sich sehen lassen. Mancher Spielplatz mit Boulderwand ist nicht so ausgerüstet.
Jetzt kann's losgehen, und ich glaube, auch ich werde mich ab und zu an der Wand probieren.

Eckdaten:
Anzahl der Klettergriffe: immer zu wenig :-) ca. 65 - wachsend
Arbeitszeit: ca. 4 Tage à 8 Stunden

Die Kostenzusammenstellung:
Klettergriffe: ca. 170
Einschlagmuttern (250): ca. 24
Edelstahlschrauben (100). ca. 24
Unterkonstruktionshölzer: ca. 130
Spax-Schrauben (250): ca. 16
Zylinderschrauben Wand: ca. 20
Winkel für Unterkonstr.(18): ca. 23
RESOPAL-Platten: ca. 250

Nächstes Projekt:
Griffe selbst modellieren aus Beton und Holz